Klassenarbeiten sind ein Graus. Steht eine Klassenarbeit an, ist schnelles, effektives lernen angesagt. Aber ist das überhaupt möglich? Die Ausgangssituation: Du musst unbedingt lernen, denn in einer Woche steht eine unheimlich wichtige Klassenarbeit an und du musst schnell so viele Infos wie möglich in deinen Kopf prügeln und am besten ein halbes Buch auswendig lernen? Aber: Es geht und die nächste Schulaufgabe kommt bestimmt. Check' hier die StarFlash-Tipps für schnelles Lernen – zum Beispiel für Vokabeltests in Englisch, Französisch oder Spanisch oder für Klassenarbeiten in Geschichte, Bio oder Physik. Außerdem haben wir Lerntipps, wie du Wissen auch längerfristig im Gedächtnis behalten kannst. So fällt dir das lernen leichter und Klassenarbeiten sind hoffentlich kein Graus mehr.
Klassenarbeiten verbessern - So geht's
Zunächst einmal: In diesem Artikel geht es eher ums
auswendig lernen und nicht um langfristiges lernen. Für die Schule ist es meist natürlich sinnvoller, Vokabel, Formel und Co. im Langzeitgedächtnis zu behalten, zumal du das gelernte Wissen oftmals später noch brauchst - zum Beispiel musst du auf den Lernstoff in der Abiprüfung zurück greifen. Und du willst doch den Stoff nicht mehr als einmal
auswendig lernen, oder? Wenn mal wieder eine von vielen Klassenarbeiten ansteht, solltest du besser für's Langzeitgedächtnis lernen. Um Lernen zu verstehen, geht's jetzt erst einmal um die Ausgangssituation:
Auswendig lernen verstehen – So funktioniert dein Gedächtnis
Das Gehirn besteht aus Milliarden von Nervenzellen (= Neuronen), die miteinander verbunden sind. Wenn du neuen Stoff für die Schule und für
Klassenarbeiten lernst, wird das in deinem Gehirn abgespeichert; die Verbindungen zwischen den Neuronen verstärken sich. Je häufiger du etwas für die Klassenarbeit wiederholst, desto stärker wird das Netz aus Nervenzellen zusammengeschweißt und desto eher bleibt der Lernstoff in deiner Erinnerung. So funktioniert also Lernen.
Wichtig für Klassenarbeiten: Je mehr du wiederholst, desto besser kannst du dir etwas merken.
Etwas anders verhält sich dein Gehirn mit Emotionen. Ist dir schon mal aufgefallen, dass du dich an das Gefühl, das du in einer peinlichen Situation hattest, total gut erinnern kannst? Oder weißt du noch, wie dein/e letzte/r Freund/in mit dir Schluss gemacht hat!? Autsch, das tat weh und dummerweise bleiben dir genau solche Erlebnisse im Gedächtnis. Warum denn bitte nicht auch 300 Französisch-Vokabeln für die Schule? Auswendig lernen für
Klassenarbeiten muss gar nicht so schwer sein:
Wenn aber Gefühle wichtig sind, um sich Dinge zu merken, kannst du das auch für dein Lernen für Klassenarbeiten nutzen.
Dein Wissensgedächtnis läuft über verschiedene Module. Das Erlernte wird in unterschiedlichen Schubladen abgelegt, die unabhängig voneinander arbeiten, aber durch das Neuronen-Netz verbunden sind. Inhalte wie Orte, Namen, Ereignisse, etc. speichert dein Gehirn in verschiedenen Schubladen ab.
Das heißt für dich: Wenn Inhalte in mehreren Gedächtnis-Schubladen abgelegt sind, ist es einfacher das Wissen abzurufen. Du kannst das Gedächtnis verstärken, indem du neue Verbindungen schaffst. Für Vokabeln oder Geschichtsdaten ist das nicht so wichtig, aber im Sachkundeunterricht beispielsweise solltest du hinterfragen, was du nicht verstehst und dein Wissen in einen größeren Zusammenhang bringen, damit du es beim späteren
Lernen leichter hast.
Konkrete Tipps – So funktioniert auswendig lernen
Langfristiges Lernen
Mit diesen Lern-Tipps kannst du zwar schnell und viel
lernen, aber wirklich lange bleibt das neue Wissen wahrscheinlich nicht in deinem Gedächtnis. Für die Klassenarbeit hat's vielleicht gerreicht, aber wenn der nächste Frankreich-Urlaub ansteht, wäre es doch zu schaden, wenn du im nächsten Frankreich-Urlaub Vokabeln vergessen hast, oder?
Im Allgemeinen kannst du dir Wissen besser einprägen, wenn du deine Lernzeit über mehrere Wochen aufteilst. Einen Monat hindurch täglich zehn Minuten lernen bringt eine Menge mehr als einmal im Monat fünf Stunden und bedeutet im Grunde weniger Aufwand.
Experten haben herausgefunden, dass dieser
Lern-Rhythmus besonders vorteilhaft ist: Lernen - 1. Wiederholung: nächster Tag, 2. Wiederholung: nach drei bis vier Tagen, 3. Wiederholung: nach zehn Tagen, 4. Wiederholung: nach drei Wochen.
Gerade für Schüler aus Bayern, die von ihren Lehrern gerne mal in so genannten "Exen" überrascht werden, dürfte die langfristige Lernmethode von Vorteil sein.
Weiteres zum Thema Lernen & Klassenarbeiten
Was du sonst noch beim
Lernen beachten solltest findest du im Artikel Lerntipps –
So lernst du richtig für die Schule.
Falls du zu den Schülern gehörst, die sich einfach nicht konzentrieren können und deswegen Schwierigkeiten beim Lernen haben, findest du Hilfe im StarFlash-Special über:
Besser Konzentrieren.
Oder klappt's einfach nicht mit dem Lernen? Hier geht's zum großen Special über
Nachilfe.